Konsumgöttinnen-Test: Dr. Oetker’s Marmorwolke

Durch FoodFreak und ihre Produkttests, die ich immer mit grossem Interesse verfolge, bin ich auf die Konsumgöttinen aufmerksam geworden. Nach einigem umsehen habe ich mich auch mal gleich ins Getümmel gestürtzt und mich für den Produkttest von Dr Oetker’s neuem Cakemix beworben.

Wie man erahnen kann wurde ich angenommen und wenig später lag ein kleines Päckchen bei meinem Nachbarn für mich zur Abholung. Leider gingen einige Tage ins Land bevor wir uns trafen und er mir mein Päckchen mit den Worten: “Ich hab mir schon überlegt, ob da was drin ist, das ich auch brauchen könnt…” überreicht.

Noch einige Tage verstrichen leider, bis ich dazugekommen bin, den Kuchen nach Anleitung zu backen.

Dr. Oetker Marmorwolke

Als erstes viel mir auf, dass der Kuchen wirklich in wenigen Arbeitschritten fertig zum backen war. Mein Backofen war noch gar nicht richtig heiß, war der Kuchenteig schon fertig gerührt und in der Form untergebracht.

Zusätzlich zum Pulver (das übrigens in 3 Päckchen – Kuchenmix, Kakapulver, Dekozucker – in der Schachtel liegt) werden noch Sahne und Eier benötigt.
Ersteres ist eher selten bei  mir anzutreffen, zweitere sind immer zur Hand.

Dr. Oetker Marmorwolke

Alles zusammengemixt, die Kuchenform gebuttert und bemehlt und dann ab in den Backofen. Beim Backen ist mir aufgefallen, dass der Teig sehr flüssig wird und daher auch teilweise über die Form gelaufen ist. Auch habe ich um einiges mehr Backzeit benötigt als auf der Packung angegeben.

Nach dem Auskühlen des Kuchens haben ich versucht ihn zu stürzen, bin dabei aber kläglich gescheitert. Der Kuchen ist mir leider in der Mitte gebrochen und der eine Teil blieb in der Kuchenform kleben.

Deswegen ist mein Bild vom fertigen Kuchen leider nicht so wirklich schön geworden. Meinen Testessern ist dies aber nicht unbedingt negativ aufgefallen. Sie haben den Kuchen sehr gelobt und ihn auch als sehr luftig locker geschildert. Im Grossen und Ganzen ist der Kuchen sehr gut angekommen und würde dies auch immer wieder, er wurde sehr gelobt.

Dr. Oetker Marmorwolke

Kritikpunkte an dem Produkt, die mir aufgefallen sind:

  • Ich als Foodie, der sehr viel Wert darauf legt möglichst viel selbst zu machen und auf hochwertige Zutaten acht gibt, finde es etwas schwierig, dass die Inhaltsangabe nicht ganz so slebsterklärend ist wie man sich das wünschen würde. Vor allem die E Nummern, das Verdickungsmittel und das nicht näher beschriebene Aroma werfen bei mir schon Fragezeichen auf.
  • Bei einem Kuchenmix gehe ich davon aus, dass viele Menschen diesen gerne nutzen, wenn überraschend Besuch kommt und man keine Zeit mehr hat einen Kuchen von scratch zusammenzumixen. Hier habe ich aber ein Problem mit den benötigten zusätzlichen Zutaten: Schlagobers (oder Sahne) aber ich standardmässig nicht im Haus.
    Damit fiele für mich dieser Anwendusngsfall auch weg.
    Ich nehme mal an man kann den Kuchen auch genausogut mit Milch machen, jedoch konnte ich das nicht testen, da ich nur eine Packung zur Verfügung hatte.  Vielleicht bin ich aber auch ein Einzelfall unter den Haushalten, der Sahne nicht standardmässig im Kühlschrank hat.
  • Der Vergleich mit meinem Familienrezept für Marmorkuchen ist schon sehr auffällig:
    Trotzder Verwendung von Sahne beim Premix ist mein “hausgemachter” Kuchen (ohne Sahne dafür mit Milch) um einiges schwerer als der von Dr. Oetker. Er fühlt sich schwerer an und während man beim Dr Oetker Produkt locker 2-3 Stücke hintereinander verdrücken kann, stellt sich bei der hausgemachten Variante ein Sättigungsgefühl schon nach 1 maximal aber 1 1/2 Stücken ein.

Fazit:
Obwohl es meinen Testessern sehr gut geschmeckt hat, würde ich dennoch eher wieder zum selbermachen tendieren, denn zum Kuchenmix. Das liegt aber wohl eher weniger am Produkt denn an meiner Vorliebe fürs Selbermachen. :o) – und ich bin mir wirklich sicher was in welcher Qualität in meinen Kuchen kommt!

Dennoch Danke and Dr. Oetker und die Konsumgöttinnen für die Möglichkeit zum Testen!

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